Lebenslauf

Hanna

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Name: Hanna

Alter: 3 Jahre (Stand 2021)

Herzfehler:

  • Ventrikel Septum Defekt (großes Loch in der Herzscheidewand)

Hallo, mein Name ist Hanna. Ich bin 3 Jahre alt und ein echter Wirbelwind! Das war aber nicht immer so….

Ihr habt ja recht, wenn man jünger ist als ich es heute bin ist man ja an sich nicht ganz so mobil wie ich heute, aber mich hat etwas anderes gebremst:

Ich wurde im Dezember 2018 geboren und irgendwas war komisch. Meine Eltern merkten auch das irgendetwas mit mir nicht stimmt. Im Vergleich zu meinen älteren Geschwistern (Ich habe 3 davon und heute sogar noch eine jüngere Schwester) nahm ich schlecht zu und schlief fiel.

Unsere Hebamme vermutete erst es würde an der Muttermilch liegen das ich solche Probleme mit dem zunehmen hatte.

Erst bei der U3 fiel dann auch meinem damaligen Kinderarzt auf, das in der Tat etwas nicht in Ordnung ist.

Er hörte mich ab und stellte ein Herzgeräusch fest, das da so nicht hingehört. Er empfahl meinen Eltern so schnell wie möglich mit mir zu einem Kinderkardiologen zu gehen um abklären zu lassen was genau da los ist. Mama hat daraufhin recht zügig einen Termin bei einem Kinderkardiologen im Oldenburg vereinbaren können. Alle waren verunsichert und hatten große Sorge um mich.

Am Tag der Untersuchung sind sogar Oma & Opa mitgefahren und haben Mama, Papa und mich begleitet.

Meine Großeltern haben im Wartezimmer gewartet nachdem die Sprechstundenhilfe uns aufgerufen hat.

Der Doktor hat mich dann ausführlich untersucht und hat sich mein Herz mit einem Ultraschallgerät angeschaut.

Nachdem er fertig war erklärte er meinen Eltern was da bei mir los ist: Ich hatte einen großen VSD (Ventrikel Septum Defekt), also ein großes Loch in der Herzscheidewand.

Ich spürte direkt das meine Eltern und auch meine Großeltern in ein riesiges Loch fielen und alle nicht wussten wie sie damit umgehen sollen. Waren sie doch plötzlich in einer Situation in welcher sie nicht wussten was jetzt richtig oder falsch ist

Nach meiner Diagnose hat Mama mich dann für ein paar Tage in die Kinderklinik nach Oldenburg begleitet. Dort wurde ich dann medikamentös eingestellt und nach meiner Entlassung ging es mir dann etwas besser. Ich habe ein klein bischen besser zugenommen und konnte ein wenig länger über Tag wachbleiben. Mama und Papa haben ab dann mit mir zusammen auf meinem OP-Termin gewartet. Das Herzzentrum, in welchen ich ursprünglich für meine Herz-OP angemeldet war, hatte aber lange keinen Platz für mich und die Zeit bis zur OP zog sich immer weiter in die Länge. Ich merkte das es mir in dieser Zeit des Wartens wieder schlechter ging. Plötzlich waren Mama und Papa ganz aufgeregt, durch einen persönlichen Kontakt hatte ich plötzlich einen OP-Termin im Herzzentrum Leipzig! Leider wurde die Vorfreude 2 Tage vor Abfahrt noch einmal stark gebremst. Ich bekam plötzlich über Nacht kaum noch Luft und musste vor Ort noch einmal ins Krankenhaus. Dort stellte sich dann heraus das ich kurz vor einer Lungenentzündung stand. Mama ist bei mir geblieben, später kam Opa noch und blieb die ganze Zeit an meinem Bett sitzen damit Mama kurz nach Hause konnte. Opa hat die ganze Zeit meine Hand gehalten und ich fühlte mich dadurch sicher. Danke Opa, das Du so auf mich aufgepasst hast! Im Krankenhaus wurde ich dann stabilisiert und konnte dann am nächsten Morgen ganz früh mit Mama und Papa los nach Leipzig.

In Leipzig waren meine Eltern die ganze Zeit an meiner Seite. Das Team dort im Herzzentrum hat mich ganz toll aufgenommen und ich konnte Tag für Tag wieder fitter werden. Nach etwa 14 Tagen war es dann plötzlich soweit: Die Ärzte kamen zu uns und erklärten meinen Eltern das ich am nächsten Morgen als erste operiert werden soll. Papa blieb in der Nacht vor der OP bei mir, er hat gar nicht geschlafen. Mama aber auch nicht, sie hat die Nacht in einem Appartement verbracht, es durfte nämlich immer nur einer bei mir bleiben über Nacht. Meine Eltern haben sich da immer abgewechselt, so war immer jemand bei mir. DANKE Mama und Papa!   

Morgens hat uns dann unser „Lieblingspfleger“ Martin zum OP begleitet, er hat dafür extra seine Schicht getauscht. Nach meiner OP war es erst ganz schwer für mich wach zu sein, die vielen Medikamente haben mich ganz müde gemacht. Ab jetzt ging es mir dann aber jeden Tag besser. Mein Herz funktionierte plötzlich richtig und ich fühlte mich von da an immer besser.

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Es war als ob mir jemand einen neuen Motor eingebaut hat. Ich habe super gut zugenommen und konnte nach ein paar Tagen früher als geplant nach Hause entlassen werden. Welch ein Glück, mein Onkel und meine Tante haben nämlich geheiratet und eigentlich hätte ich da nicht dabei sein können. Mama und Papa sind dann mit mir und meinem Großen Bruder Noah dann doch zum Standesamt gefahren. Wir standen ganz überraschend vor meinem Onkel und meiner Tante und Ihren Gästen. Alle haben geweint als sie uns gesehen haben, aber ich glaube nicht weil sie traurig waren.

Heute geht es mir gut, ich gehe regelmäßig zu meinem Kardiologen zur Kontrolle und er ist immer ganz zufrieden mit mir und meinem kleinen Herz. Mama und Papa sind mit uns Kindern auch Mitglied im Verein Herzkinder Ostfriesland e.V., da gibt es ganz viele andere Kinder die auch Probleme mit ihrem Herz haben. Im Verein gibt es immer ganz tolle Aktionen für uns Kinder und unsere Eltern.

Ich bin vor allem meinen Eltern und Großeltern, meiner Familie sehr dankbar für die unglaubliche Unterstützung und Begleitung in der Zeit während meiner OP! Ein weiterer riesengroßer Dank gilt dem unglaublichen Team vom Herzzentrum Leipzig! Danke Gerd! Danke Martin und Schwester Gaby!

 

Danke MAMA!