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Atrioventrikulärer Septumdefekt 

Bei einem Atrioventrikulärem-Septumdefekt (AVSD) handelt sich um die Kombination eines Vorhofseptumdefektes mit einem Ventrikelseptumdefekt. Trotzdem wird dieser Herzfehler zu den einfachen Fehlbildungen gerechnet, da er sich embryologisch aus einer Ursache heraus entwickelt. Zusätzlich zu den beiden Septumlücken weisen häufig die AV-Klappen (Einlassklappen der Herzkammern) eine Undichtigkeit (Insuffizienz) auf.

Viele Patienten mit einem AVSD haben zusätzlich eine genetische Störung. Zum Beispiel weisen 2/3 aller Kinder mit einer Trisomie 21 genau diese Herzfehlbildung auf. Dieser Herzfehler führt häufig bereits in den ersten Lebenswochen zu Zeichen einer erheblichen Herzschwäche (Herzinsuffizienz), die frühzeitig medikamentös behandelt werden muss.
Im weiteren Verlauf der ersten Lebensmonate brauchen fast alle Kinder einen operativen Eingriff.

Bei dem operativen Eingriff an der Herz-Lungen-Maschine werden die beiden Septumdefekte verschlossen und die AV-Klappen rekonstruiert und damit in ihrer Dichtigkeit verbessert.

Nach einem Eingriff können die allermeisten Patienten ein kardial allen falls gering belastetes und körperlich aktives Leben führen. Bei den Patienten mit einer kombinierten genetischen Erkrankung stellt diese einen viel höheren Krankheitswert dar.   

Ein AVSD ist ein angeborener Herzfehler mit Löchern zwischen den oberen und unteren Herzhälften. Oft schließen die Herzklappen nicht richtig. Viele Kinder benötigen bereits im ersten Lebensjahr eine Operation. Nach der Behandlung können viele Kinder ein aktives Leben führen, benötigen aber regelmäßige Kontrollen.

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Für Kinder einfach erklärt...

 

Ein atrioventrikulärer Septumdefekt, kurz AVSD, ist ein angeborener Herzfehler.

Dabei gibt es zwei Löcher im Herzen:

  • eines zwischen den oberen Herzhälften

  • eines zwischen den unteren Herzhälften

 

Zusätzlich schließen die Herzklappen, die das Blut in die Herzkammern einlassen, häufig nicht richtig. Dadurch kann Blut in die falsche Richtung zurückfließen.

 

Was bedeutet das für das Kind?

Durch die Löcher und die undichten Klappen muss das Herz sehr viel mehr arbeiten. Viele Kinder entwickeln deshalb schon in den ersten Lebenswochen Anzeichen einer Herzschwäche. Zum Beispiel: schnelle Atmung, Trinkschwäche, schlechte Gewichtszunahme, schnelle Ermüdung. Diese Beschwerden werden zunächst mit Medikamenten behandelt. Viele Kinder mit AVSD haben zusätzlich eine genetische Besonderheit, zum Beispiel Trisomie 21 (Down-Syndrom). Ein großer Teil der Kinder mit Trisomie 21 hat diesen Herzfehler.

 

Wie wird ein AVSD behandelt?

Fast alle Kinder mit AVSD benötigen im ersten Lebensjahr eine Operation. Dabei wird das Herz an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Während der Operation werden die Herzklappen so repariert, dass sie besser schließen. Das Ziel ist es, das Herz zu entlasten und den Blutfluss zu normalisieren.

 

Leben mit einem AVSD

Nach einer erfolgreichen Operation können viele Kinder aufwachsen, spielen und körperlich aktiv sein, oft mit nur geringer Belastung des Herzens. Regelmäßige ärztliche Kontrollen bleiben wichtig, um die Herzfunktion langfristig zu beobachten. Bei Kindern mit einer zusätzlichen genetischen Erkrankung, zum Beispiel Trisomie 21 spielt diese Begleiterkrankung oft eine größere Rolle für die weitere Entwicklung als der Herzfehler selbst. Dank moderner Herzchirurgie und guter Nachsorge haben Kinder mit AVSD heute deutlich bessere Behandlungsmöglichkeiten und Perspektiven als früher.

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