Ductus arteriosus persistens
Der Ductus arteriosus stellt eine Gefäßverbindung zwischen der Körperhauptschlagader (Aorta) und der Lungenhauptschlagader (Pulmonalarterie) dar. Dieses kleine Gefäß braucht der Fötus, um im Bauch der Mutter bei völlig anderen Kreislaufverhältnissen normal heranwachsen zu können. Normalerweise verschließt sich diese Gefäßverbindung wenige Stunden nach Geburt. Bleibt sie offen, sprechen wir vom persistierenden (noch offenen) Ductus arteriosus.
Der veränderte Blutfluss durch einen persistierenden Ductus kann besonders bei Frühgeborenen, aber auch bei reifen Neugeborenen zu einer Belastung des Herzens und der Lungen führen. Die Folgen können eine Herzinsuffizienz oder eine Hochdruck in den Lungengefäßen sein. Häufig sind die Symptome eines PDA mild und es kann abgewartet werden, ob sich der Ductus in den nächsten Monaten noch von alleine verschließt.
Sollte doch eine Behandlung notwendig werden gibt es elegante Herzkathetertechniken in Form von kleinen Spiralen (Coil) mit denen die Gefäßverbindung sicher und risikoarm verschlossen werden kann. Nur sehr selten ist ein operativer Verschluss eines Ductus notwendig und der Eingriff kann ohne Herz-Lungen-Maschine durchgeführt werden.
Erfolgreich behandelte Patienten führen in aller Regel ein beschwerdefreies Leben. Weitere Kontrollen sind allerdings wichtig, da sich auch nach erfolgreicher Behandlung Restprobleme entwickeln können.
Der Ductus arteriosus ist eine kleine Gefäßverbindung, die Babys im Mutterleib brauchen. Normalerweise schließt sie sich kurz nach der Geburt. Bleibt sie offen, kann das das Herz und die Lunge belasten. In vielen Fällen schließt sich der Ductus von selbst, ansonsten kann er meist schonend behandelt werden.


Für Kinder einfach erklärt...
Der Ductus arteriosus ist ein kleines Blutgefäß, das jedes Baby vor der Geburt hat. Dieses Gefäß verbindet zwei große Blutbahnen miteinander und ist wichtig, solange das Baby im Bauch der Mutter ist. Nach der Geburt braucht der Körper dieses Gefäß nicht mehr. Normalerweise schließt es sich von selbst in den ersten Stunden oder Tagen nach der Geburt. Bleibt das Gefäß offen, spricht man von einem offenen Ductus arteriosus (PDA).
Was bedeutet ein offener Ductus?
Wenn der Ductus offen bleibt, fließt Blut in eine Richtung, die nicht mehr richtig ist. Das kann das Herz und die Lunge belasten. Besonders Frühgeborene sind häufiger betroffen, aber auch reif geborene Kinder können einen PDA haben. Oft sind die Beschwerden mild oder gar nicht vorhanden. Deshalb wird zunächst häufig abgewartet, ob sich das Gefäß in den nächsten Wochen oder Monaten noch von selbst schließt.
Wie wird ein PDA behandelt?
Wenn eine Behandlung nötig ist, gibt es heute sehr schonende Methoden: Über einen Kathetereingriff kann das Gefäß mit einer kleinen Spirale verschlossen werden. Der Eingriff ist meist risikoarm. Eine Operation ist nur selten nötig und erfolgt ohne Herz-Lungen-Maschine
Leben nach einem PDA
Nach einer erfolgreichen Behandlung können die meisten Kinder beschwerdefrei aufwachsen und ein ganz normales Leben führen. Trotzdem sind ärztliche Nachkontrollen wichtig, um das Herz weiter im Blick zu behalten und mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
