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Hypoplastisches Linksherzsyndrom (HLHS)

Das Hypoplastische Linksherzsyndrom (HLHS) ist ein sehr schwerer angeborener Herzfehler, bei dem die linke Seite des Herzens nicht ausreichend entwickelt ist. Dazu gehören die linke Herzkammer (Ventrikel), die Mitralklappe, die Aortenklappe und oft auch die Hauptschlagader (Aorta) - sie sind so klein ausgebildet, dass sie nicht genug Blut in den Körper pumpen können.

Babys mit HLHS können daher nicht selbstständig für eine ausreichende Durchblutung ihres Körpers sorgen.
Unbehandelt führt dies innerhalb weniger Wochen nach der Geburt zu schweren Kreislaufproblemen und ist lebensbedrohlich.

 

Warum ist das ein Problem?

Im gesunden Herzen pumpt die linke Herzkammer sauerstoffreiches Blut aus der Lunge durch die Aorta in den Körper. Beim HLHS ist diese Pumpleistung nicht möglich, weil die Strukturen zu klein oder nicht funktionsfähig sind. Deshalb muss das Herzchirurgie-Team früh eingreifen.
 

Wie wird HLHS behandelt?

Um das Leben des Kindes zu retten, ist ein mehrstufiges Operationskonzept erforderlich. Ziel dieser Operationen ist es, das Herz so umzubauen, dass der verbliebene rechte Ventrikel die Aufgabe übernimmt, Blut sowohl in den Körper als auch in die Lunge zu pumpen.

Norwood-Operation (Stufe I)

Diese Herzoperation wird meist in den ersten Lebenstagen durchgeführt. Dabei wird die Aorta rekonstruiert und so verbunden, dass der rechte Ventrikel das Blut in den Körper pumpt. Zusätzlich wird ein Shunt oder eine Verbindung geschaffen, damit auch Blut in die Lunge gelangt.

 

Glenn-Operation (Stufe II)

Nach etwa 3–6 Monaten wird die obere Hohlvene direkt an die Lungenarterie angeschlossen. So fließt das venöse (sauerstoffarme) Blut aus dem oberen Körperbereich direkt in die Lunge, ohne durch das Herz zu müssen.

 

Fontan-Operation (Stufe III)

In der Regel zwischen dem 1. und 4. Lebensjahr wird die untere Hohlvene ebenfalls mit der Lungenarterie verbunden. Dadurch gelangt nun das gesamte venöse Blut direkt in die Lungen, ohne den rechten Ventrikel zu belasten.

 

Diese Operationen heilen den Herzfehler nicht vollständig, aber sie ermöglichen dem Kind, zu überleben und zu wachsen, indem sie die Kreislaufphysiologie so umorganisieren, dass der rechte Ventrikel die zentrale Pumpfunktion übernimmt.

 

Leben mit HLHS

Ein Kind mit HLHS zu begleiten bedeutet, von Anfang an auf spezialisierte medizinische Unterstützung zählen zu können.
Ihr Kind wird in erfahrenen Herzzentren betreut, die genau wissen, was es braucht. Diese regelmäßigen Untersuchungen und Nachsorgetermine begleiten Ihr Kind ein Leben lang und geben Sicherheit.

Auch nach erfolgreichen Herzoperationen bleiben Kontrollen wichtig. Sie helfen dabei, Veränderungen früh zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren. Manchmal sind zusätzliche Therapien notwendig, sie dienen immer dem Ziel, die Gesundheit, Entwicklung und Lebensqualität Ihres Kindes bestmöglich zu fördern.

HLHS stellt Familien vor große Herausforderungen. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass viele Kinder mit HLHS heute aufwachsen, lernen, lachen und ihren eigenen Weg gehen. Dank moderner Medizin, enger Begleitung und Ihrer Liebe als Eltern sind heute stabile Entwicklungen und ein erfüllter Alltag möglich, auch wenn dieser manchmal mehr Aufmerksamkeit und Pausen braucht.

Sie sind nicht alleine - neben den behandelnden Kliniken gibt es Selbsthilfegruppen, Elterninitiativen und Vereine, die Erfahrung mit angeborenen Herzfehlern haben. Der Austausch mit anderen betroffenen Familien kann informieren, entlasten und helfen, den Alltag besser zu organisieren.

Hypoplastisches Linksherzsyndrom (HLHS) ist ein angeborener Herzfehler, bei dem die linke Herzhälfte zu klein ausgebildet ist und nicht genug Blut in den Körper pumpen kann. Ohne Behandlung ist dieser Herzfehler lebensbedrohlich. Durch drei geplante Herzoperationen – Norwood, Glenn und Fontan – wird das Herz so umgebaut, dass der rechte Ventrikel die zentrale Pumpfunktion übernimmt und ausreichend Blut in den Körper und die Lunge befördert.

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Für Kinder einfach erklärt...

Was ist das hypoplastische Linksherzsyndrom (HLHS)?

Das hypoplastische Linksherzsyndrom, kurz HLHS, ist ein sehr schwerer angeborener Herzfehler. Dabei ist die linke Seite des Herzens zu klein und nicht richtig entwickelt. Normalerweise pumpt die linke Herzhälfte das sauerstoffreiche Blut in den ganzen Körper. Bei Kindern mit HLHS kann das linke Herz diese Aufgabe nicht erfüllen. Das Herz schafft es deshalb nicht allein, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen. Ohne medizinische Hilfe ist HLHS lebensbedrohlich und muss sehr früh behandelt werden.

 

Wie wird HLHS behandelt?

Kinder mit HLHS benötigen mehrere Operationen, meist in den ersten Lebensjahren. Diese Operationen heilen das Herz nicht, helfen aber dabei, den Blutkreislauf so umzubauen, dass das Kind leben und sich entwickeln kann

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Das Ziel der Behandlungen ist:

Die rechte Herzhälfte übernimmt die Hauptarbeit und pumpt das Blut für den Körper.

 

Die Behandlung erfolgt in drei Schritten:

  • Erste Operation: kurz nach der Geburt
    Schon in den ersten Lebenstagen wird das Herz operiert. Dabei wird der Blutfluss so umgeleitet, dass das Blut vom rechten Herzen in den Körper gelangt und gleichzeitig auch die Lunge mit Blut versorgt wird.

  • Zweite Operation: nach einigen Monaten
    Nach etwa 3 bis 6 Monaten wird eine weitere Verbindung geschaffen. Jetzt fließt ein Teil des Blutes direkt in die Lunge, ohne zuerst durch das Herz zu gehen. Das entlastet das Herz deutlich.

  • Dritte Operation: im Kleinkindalter
    Bei der letzten Operation wird auch der restliche Blutfluss so umgeleitet, dass das Blut aus dem Körper direkt in die Lunge gelangt. Das Herz muss nun weniger Arbeit leisten.

 

Leben mit HLHS

Kinder mit HLHS brauchen regelmäßige ärztliche Kontrollen, ein Leben lang. Nach den notwendigen Operationen können viele Kinder aufwachsen, spielen, lernen und am Familienleben teilnehmen. Sie besuchen Kindergarten und Schule und finden ihren eigenen Platz im Alltag. Manche Kinder sind schneller müde oder brauchen mehr Pausen als andere. Deshalb ist eine aufmerksame medizinische Begleitung wichtig, um sie bestmöglich zu unterstützen. HLHS ist ein sehr schwerer Herzfehler. Dank moderner Medizin, spezialisierter Kliniken und guter Nachsorge haben betroffene Kinder heute jedoch deutlich bessere Überlebens- und Entwicklungschancen als noch vor einigen Jahren. Viele Familien erleben, dass trotz aller Herausforderungen ein aktives und lebenswertes Leben möglich ist.

Lebenslauf

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Hallo, mein Name ist Arne.

Ich bin 12 Jahre alt und ich habe das Hypoplastisches Linksherzsyndrom und jetzt ein Spenderherz

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